Walter-Bucerius-Seminar: 3 Experten und über 100 Teilnehmer bundesweit verteilt – im Thema vereint

FV-Referatsleiter Jörg Knapp im "WBS-Studio".

Bei all den negativen Konsequenzen der Corona-Pandemie gibt es doch auch spannende positive Aspekte. So hat das vom Fachverband SHK Baden-Württemberg veranstaltete 87. Walter-Bucerius-Seminar Anfang März online stattfinden müssen. Allen Befürchtungen zum Trotz haben die Ofen- und Luftheizungsbauer das neue Format hervorragend angenommen und die Fachtagung zu einem Riesenerfolg gemacht.

In ganz Baden-Württemberg verfolgten 115 Teilnehmer am Bildschirm die „Live-Sendung“ aus dem „WBS-Studio“ in der Stuttgarter Fachverband-Geschäftsstelle. Fachverband-Referatsleiter Jörg Knapp wurde dabei von Tobe Hinrichs unterstützt, der aus dem hohen Norden, genauer aus dem ostfriesischen Leer, zugeschaltet war. Hinrichs ist Leiter der Service-Abteilung und technischer Berater bei der Firma LEDA und bei den WBS-Teilnehmern bereits seit Jahren ein beliebter Referent. Für den Zentralverband SHK sendete der Referent für Ofen- und Luftheizungsbau Tim Froitzheim aus St. Augustin.

Im Fokus stand die neue Fachregel Ofen- und Luftheizungsbau (TROL), die wesentlich überarbeitet wurde und in diesem Jahr als neue Fassung erscheint, „da Korrekturen und Änderungen zu umfangreich waren“, so Jörg Knapp, „hier wurden nicht nur Begriffe angepasst und erweitert, sondern auch Berechnungen vollständig neu gestaltet.“

Die Referenten stellten die Kapitel einzeln vor, die von der Überarbeitung im Detail betroffen sind. Das reichte von der Wassertechnik über die  Verbrennungsluftversorgung bis hin zu den neuen Kapiteln 7, Warmluftofen, und 15, Dimensionierung von keramischen Heizgaszügen. Auf dem Programm standen auch Themen wie Hypokausten und Brandschutz.

Ganz aktuell konnte Knapp zudem von den Anforderungen der novellierten Feuerungsverordnung (FeuVO) des Landes Baden-Württemberg berichten, die am 01.02.2021 in Kraft getreten war. Einen kurzen Blick warf der Techniker zudem auf die Entwicklungen hinsichtlich des gemeinsamen Betriebs von RLA-Feuerstätten und Lüftungsanlagen.

Besonders freute die Organisatoren und Referenten die herausragende Beteiligung der Teilnehmer: im Chat jagte eine Frage die nächste. So trugen vor allem die OL-Fachleute selbst dazu bei, mit ihren zahlreichen Fragen die Veranstaltung zu einem sehr lebendigen, abwechslungsreichen und praxisbezogenen Event zu formen, aus dem alle Beteiligten sehr viel herausziehen konnten.

Im kommenden Jahr wird das 88. Walter-Bucerius-Seminar hoffentlich wieder in gewohntem Umfeld im Kurhaus in Titisee stattfinden können. „Bitte merken Sie sich schon einmal den 15. bis 17. Februar 2022 vor, wir freuen uns auf ein persönliches Wiedersehen!“ verabschiedete Knapp die OL-Profis.