13.06.2019

Klimaschutz: CO2-Vermeidung statt teurem Ankauf von Zertifikaten

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Deutschland läuft Gefahr, dass es seine Klimaschutzverpflichtungen nur über den Zukauf von CO2-Zertifikaten aus anderen EU-Staaten erfüllen kann. Dadurch drohen dem Bundeshaushalt – und damit dem Steuerzahler – Belastungen in Milliardenhöhe.

„Deutlich sinnvoller wäre es, in CO2-Vermeidungsmaßnahmen in Deutschland zu investieren, als das Geld für Zertifikatzukäufe aus anderen EU-Staaten einzusetzen,“ sagte Professor Dr.-Ing. Dirk Müller, RWTH Aachen. Gerade im Gebäudebereich, der für rund 40 Prozent der gesamten CO2-Emissionen verantwortlich ist, lassen sich mit geringen Investitionsmaßnahmen enorme CO2-Einsparungen erzielen. Um dies nochmals deutlich zu machen, sollen die CO2-Vermeidungskosten im Bereich der Gebäudetechnik in einer Studie belegt werden. Vertiefend betrachtet werden dabei speziell die Lüftungs- und Klimatechnik. Daneben sollen die Einsparpotenziale auch an konkreten Neubau- und Sanierungsprojekten dokumentiert werden.

Initiiert wurde die Studie von dem BTGA – Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung e. V., dem FGK – Fachverband Gebäude-Klima e. V. und dem Herstellerverband Raumlufttechnische Geräte e. V. Durchgeführt wird sie vom E.ON Energy Research Center der RWTH Aachen, vom Institut für Luft- und Kältetechnik Dresden und vom Umweltcampus Birkenfeld. Mit Ergebnissen wird im November 2019 gerechnet.

Informationen: www.fgk.de