Fachverband Sanitär-Heizung-Klima Baden-Württemberg
 Login

 Suche
zum FG Onlineshop

Home
Aktuelles
Handwerksbranche
Leistungsbereiche
Vorteile Mitgliedschaft
Fachgemeinschaften
FG Onlineshop
Ausbildung
Fortbildung
Presse
Kontakt
Impressum
Sitemap
zur Fachbetriebsuche
© 2010 FVSHK BW
26. Juni 2010

Verbandstag in Esslingen: Branche mit positiver Bilanz

„Unser Handwerksbereich ist aus der globalen Krise gestärkt herausgekommen, denn in unsicheren Zeiten rücken werterhaltende Investitionen in die eigene Immobilie stärker in den Fokus.“ So bewertete Manfred Stather, Vorsitzender des Fachverbandes Sanitär-Heizung-Klima (SHK) Baden-Württemberg, die wirtschaftliche Lage des SHK-Handwerks anlässlich des diesjährigen Verbandstages der Branche am 25. und 26. Juni in Esslingen.

Vor allem der Nachfrage nach effizienter Heizungstechnik und erneuerbaren Energien sei es zu verdanken, dass sich der Markt mit einem Umsatzplus von 1,5 Prozent und einem Jahresumsatz von rund 5 Milliarden Euro behaupten konnte. 

Damit das Handwerk weiterhin seinen Beitrag zur Stabilisierung der Wirtschaft leisten könne, müsse der Markt im Bereich Gebäudetechnik verstärkt angestoßen werden. Als dafür notwendige „Steilpass-Vorlage“ nannte Stather die Erhöhung des Steuerbonus auf Handwerkerleistungen von 20 auf 30 Prozent. Noch effektiver wäre eine Gleichstellung der Handwerksleistungen mit haushaltsnahen Dienstleistungen. 

Scharf kritisierte der Verbandsvorsitzende die Haushaltssperre für das Marktanreizprogramm zur Förderung der erneuerbaren Energien. „Der Förderstopp gleicht einer roten Karte. Er nimmt vielen Hausbesitzern die Motivation, in erneuerbare Energien zu investieren“, so Stather. Nach Hochrechnungen des Verbandes seien allein in Baden-Württemberg Aufträge im Wert von 5 Millionen Euro storniert worden. 

Der Berufsverband hält seine Forderung nach einer „Abwrackprämie“ für alte Heizkessel aufrecht. Basierend auf den Ergebnissen einer Emnid-Umfrage geht der Verband davon aus, dass eine staatliche Prämie die Modernisierung von rund 600.000 alte Heizungsanlagen in Baden-Württemberg initiieren könnte. Nicht nur viele Heizungen sind veraltet, auch vor den Badezimmern macht der Modernisierungsstau nicht Halt. „Von den 5 Millionen Bädern im Land ist jedes zweite Bad älter als 15 Jahre, jedes vierte Bad sogar älter als 25 Jahre,“ berichtete Stather. Insofern setzte man seitens des SHK-Handwerks voll auf Sanierung und Modernisierung im Gebäudebestand und gehe das weitere Jahr 2010 zuversichtlich an.

Sorgen bereitet der Berufsorganisation nach wie vor die Nachwuchssituation. In Baden-Württemberg hat die Zahl der Lehrverhältnisse um 1,4 % abgenommen, 1000 Lehrstellen sind nicht besetzt, trotz der höchsten Löhne im gesamten Handwerk. Hoffnungen setzt das Handwerk daher auf die „neue“ Werkrealschule aufgrund ihrer deutlich fundierteren Berufsorientierung.




<< zurück